Wenn das Auto Brennt PDF Drucken E-Mail

Wenn das Auto selbst bremst …

… kann fast jeder zweite Unfall vermieden werden. Das zeigt eine neue Studie des Allianz Zentrums für Technik. Demnach können Fahrerassistenzsysteme wie die „Aktive Gefahrenbremse“ Tausende Menschenleben retten. Wir zeigen, welche Helfer es heute schon gibt und was die Zukunft bringen wird.

Fahrerassistenten – die besten Beifahrer


Die meisten Autounfälle gehen auf menschliches Versagen zurück. Hier setzen Fahrerassistenzsysteme an: Diese elektronischen Zusatzeinrichtungen können Gefahren frühzeitig erkennen und den Fahrer warnen. In kniffligen Situationen können sie helfen, menschliche Unzulänglichkeiten zu kompensieren. Dabei kommen verschiedene Sensorik-Arten wie Ultraschall, Radar oder Kameras zum Einsatz.

„Aktive Gefahrenbremse“ mit größter Wirkung


Mit einer Kamera wird in diesem Versuchsfahrzeug die Kopfposition des Fahrers beobachtet. Ist er unaufmerksam, könnte die Bremsung vorzeitig eingeleitet werden

Wären in Deutschland alle Pkw und Lkw flächendeckend mit den vier untersuchten Systemen ausgerüstet, könnte langfristig rund die Hälfte der Unfälle mit Personenschaden vermieden werden oder würde weniger schlimm ausgehen. Das größte Unfallvermeidungspotenzial weist die "Aktive Gefahrenbremse" auf.



Schleuderschutz ESP ab 2011 Pflicht für Neuwagen


Heute sind bereits mehr als 80 Prozent aller Neufahrzeuge mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet, das Schleuderbewegungen des Autos verhindert. Vom Jahr 2011 an ist ESP europaweit für alle Neuwagen vorgeschriebenen.

Und wie funktioniert’s? Erkennt das Stabilitätsprogramm, dass das Auto in gefährlichem Maße unter- oder übersteuert, drosselt es zuerst den Motor und reduziert das Tempo. In einem zweiten Schritt macht ESP sich zunutze, dass das Abbremsen eines oder mehrerer Räder den Kurs des Autos beeinflusst. ESP ist also ein Bremssystem mit vier Bremspedalen, die es einzeln oder auch gemeinsam betätigt.



Wussten Sie schon , wer auf der Straße am häufstigen tödlich verletzt wird ?


Bewohner ländlicher Regionen …

… werden auf der Straße am häufigsten tödlich verletzt. Sie sind um ein Vielfaches mehr gefährdet als Bewohner von Großstädten oder Umlandgemeinden. Wir geben Tipps, wie Sie das Unfallrisiko senken können.

Größere Sicherheit in der Stadt


Wissenschaftler der Technischen Universität Dortmund analysierten Unfallzahlen und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Großstadtbewohner verunglücken im Verkehr erheblich seltener schwer als Umlandbewohner. Für die Studie wurden erstmals nicht die Unfallorte, sondern die Wohnorte der Verunglückten untersucht.

Bereits für die Bevölkerung von dicht besiedelten Umlandkreisen großer Städte liegt das Risiko eines tödlichen Unfalls um rund 40 Prozent höher als für die Stadtbevölkerung. Für Bewohner des ländlichen Raums besteht sogar ein doppelt bis dreimal so hohes Risiko. Ähnlich verhält es sich bei Unfällen mit schweren Verletzungen. Hier ist das Risiko in ländlichen Kreisen um rund 70 bis 100 Prozent höher als in Großstädten.

Lediglich das Risiko einer leichten Verletzung ist laut der Studie für Großstadtbewohner etwas höher als für die Bevölkerung kleinerer Gemeinden. Die hohe Gesamtzahl der städtischen Unfallopfer ergibt sich vor allem aus vielen nur leicht verletzten Menschen.

Junge Erwachsene auf dem Land extrem gefährdet


Die größere Sicherheit in der Stadt gilt für alle Altersgruppen. Bereits bei den Kleinsten ist das Risiko eines tödlichen Unglücks in ländlichen Kreisen rund drei bis fünf Mal so hoch wie in der Stadt. Die Hauptursachen vieler Unfälle auf den Landstraßen sind hohe Geschwindigkeiten und riskante Überholmanöver.

Bei jungen Erwachsenen explodiert das Unfallrisiko im ländlichen Raum förmlich und liegt in den ländlichen Kreisen um das 10- bis 20-Fache höher als in Großstädten. Die jungen Autofahrer legen vergleichsweise weite Strecken zurück. Auch die verhängnisvollen nächtlichen Disko-Fahrten fordern ihren Tribut. Dagegen lassen junge Leute in der Stadt mit Blick auf den zu erwartenden Alkoholkonsum eher einmal den Wagen stehen und fahren mit Bus oder Straßenbahn.

Worauf Sie im Herbst und Winter achten sollten


Bei Matsch, Schnee und Eis verschieben sich die physikalischen Grenzen. Der Bremsweg wird länger, die Bodenhaftung der Reifen nimmt ab und das Lenkverhalten des Autos verändert sich. Autofahrer sollten sich darauf rechtzeitig einstellen und ihre Fahrweise anpassen: Bei besten Bedingungen kann man auf einer trockenen Freilandstraße 100 km/h fahren. Wenn die Fahrbahn nass ist, muss man seine Geschwindigkeit bereits um 30 Prozent reduzieren. Bei einer Schneefahrbahn gilt es, die Geschwindigkeit zu halbieren, und bei Eis muss man um 70 Prozent langsamer fahren, damit der Bremsweg unverändert bleibt.

Auch bei Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze kann es an exponierten Stellen schon rutschig sein. Besonders heimtückisch zur kalten Jahreszeit sind Brücken, Kuppen, Waldstücke und Straßen entlang von Bächen und Flüssen.

Tipps für eine sichere Fahrt


* Abstand vergrößern, Geschwindigkeit reduzieren und vorausschauend fahren


* Gefühlvoll und vorsichtig lenken, bremsen und beschleunigen. Besonders in Kurven oder beim Spurwechsel können abrupte Fahrmanöver zu

einem Ausbrechen des Fahrzeuges führen.

* Besondere Vorsicht bei Überholmanövern

Was tun, wenn der Autolenker trotz aller Vorsicht ins Schleudern kommt?

* Fuß weg vom Gaspedal, auskuppeln und in die gewünschte Fahrtrichtung lenken

* Verfügt das Fahrzeug über ABS, ist das Bremsen und gleichzeitige Lenken möglich. Bei Fahrzeugen ohne ABS sollte während des

Gegenlenkens nicht gebremst werden.

* Der Blick muss immer in die gewünschte Fahrtrichtung gehen. Eine alte Faustregel der Profis lautet:

 

Wohin man blickt, dorthin lenkt man auch.

 

 

 

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